NZZ: Wohin steuert die Türkei?

… fragt die türkischstämmige Soziologin Necla Kelek am 06.04.2009:

“(…) Die Rollen der anderen Volksgruppen in der Geschichte Anatoliens wurden verdrängt. Die Armenier, Griechen vernichtet oder vertrieben, Kurden, Tscherkessen umgesiedelt, der sunnitische Islam den Aleviten und Schiiten aufoktroyiert, Aramäer, Christen, alle Minderheiten marginalisiert. Dies alles aus der Idee heraus, eine Nation zu schaffen und Anatolien als Einheit zu erhalten. Vielleicht sind die Türken heute deshalb so nationalistisch, weil sie im Inneren das Gefühl haben, dass diesen ehemaligen Vielvölkerstaat eigentlich nur die Fahne zusammenhält. (…)”

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